German Institute for Economic Research
(GIER)
Publikationen

KI und die Folgen
25.10.2026
Die KI-Revolution wird häufig als technologische Erfolgsgeschichte erzählt. Doch was geschieht, wenn Maschinen nicht nur Werkzeuge bleiben, sondern den Menschen als Arbeitskraft ersetzen? Was passiert mit Löhnen, Kaufkraft und gesellschaftlicher Teilhabe, wenn die Produktion weitgehend autonom erfolgt? Und wer kontrolliert die Macht, die dort entsteht, wo Daten, Algorithmen und Kapital in den Händen weniger Akteure konzentriert sind?
Der folgende Beitrag blickt hinter die glänzende Fassade der Künstlichen Intelligenz und stellt die Fragen, die in der öffentlichen Debatte oft zu kurz kommen.
Löst die Vergesellschaftung Wohnungsprobleme?
11.10.26
Die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände wirkt wie eine kraftvolle Antwort auf steigende Mieten – ein staatlicher Befreiungsschlag gegen die Wohnungsnot. Doch hinter der entschlossenen Geste steckt eine ökonomische Scheinlösung.
Die Wohnungsnot ist ein Angebotsproblem – und lässt sich nur durch mehr, schnelleren und kosteneffizienteren Neubau lösen.
Marktwirtschaftliche Gesundheitspolitik
10.10.26
In Deutschland ist das Gesundheitswesen teuer, weil der Markt nicht normal funktioniert: Patente schaffen Monopole, Ärzte entscheiden über Käufe, Patienten zahlen über eine gemeinsame Kasse, und der Markt ist undurchsichtig. Das Ergebnis: kein hinreichender Wettbewerb. Doch wie schafft man den? Der Artikel weißt Wege.
1,3 % BIP-Wachstum = steigender Wohlstand?
9.10.26
Die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre BIP-Wachstums-Prognose für dieses Jahr von 0,6 auf 1,3 Prozent erhöht. Dies wird teilweise dahingehend interpretiert, dass Deutschland wirtschaftlich wieder auf Kurs sei. Doch der Schein trügt, denn ein großer Teil des Wachstums ist staatlichen Aufträgen geschuldet. Eine breite Investitionstätigkeit ist nicht gegeben. Nach Abzug von Verschleiß und dem Aufholbedarf gegenüber der internationalen Konkurrenz bleibt von dem gemessenen Zuwachs jedoch nichts übrig.
Demokratie braucht einen souveränen Staat
Welche Voraussetzungen sind für die langfristige Überlebensfähigkeit von Staat und Demokratie entscheidend? Der Text gibt Aufschluss: Es werden vier tragende Säulen identifiziert, nämlich militärische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Stärke sowie diplomatisches Geschick. Souveränität wird dabei sowohl als materielle Unabhängigkeit als auch als kulturelles und geistiges Fundament verstanden. Dieses Fundament wird durch Bildung, gemeinsame Werte und technologische Autonomie gestützt. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und technologische Innovationskraft bilden die materielle Basis für äußere Stärke und Unabhängigkeit. Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Rechtsstaatlichkeit und Partizipation sorgen hingegen für die innere Bindekraft. Diplomatie wird als notwendige Schnittstelle beschrieben, die innere Ressourcen mit außenpolitischen Möglichkeiten verbindet.


Relativitätsökonomie
- Wie die Wirtschaft wirklich funktioniert
Teil A Die kleine Geschichte der großen Ökonomie
Teil B Grundlagen
Teil C Vertiefung
Teil D Exkurse, Verortung
In den etablierten ökonomischen Denkschulen zeigen sich Brüche, die sich im praktischen Wirtschaftsleben manifestieren. So besagt beispielsweise das klassische Preisbildungsgesetz, dass bei wachsender Nachfrage die Preise steigen, während in der Praxis eine gesteigerte Nachfrage – Mengenrabatte – zu Preisnachlässen führen kann. Selbst zwischen den großen Denkschulen bestehen grundlegende Divergenzen: Während Keynes in konjunkturellen Schwächephasen staatliche Eingriffe forderte, vertraute Friedman auf die Selbstregulierung des Marktes und lehnte staatliche Impulse ab.
Bisher fehlte ein Ansatz, der solche Divergenzen auflöst, ohne auf Ausnahmen angewiesen zu sein, und der für unterschiedliche Wirtschaftssysteme gleichermaßen gilt. Genau das bietet die Relativitätsökonomie. Sie stellt die menschlichen Motive wirtschaftlichen Handelns in den Mittelpunkt und zeigt, dass Käufer und Verkäufer trotz ihrer gegensätzlichen Handlungsweisen denselben Zielen folgen. Zudem erklärt sie, warum sich nicht immer das effizienteste Unternehmen durchsetzt, und deckt die tieferen Ursachen wirtschaftlicher Konflikte auf.
Die Relativitätsökonomie zeigt, wie Wirtschaft in allen Systemen funktioniert.
Die "Relativitätsökonomie" kann als Buch bezogen werden Umfang ca. 400 Seiten 59,80 €
Anfragen unter: mail.GIER@web.de
Soziale Marktwirtschaft
Die soziale Marktwirtschaft ist weder eine staatliche Hängematte noch ein hemmungsloser Raubtierkapitalismus, sondern ein Ordnungsrahmen, der das Gewinnstreben des Einzelnen der Gesellschaft als Ganzes zugutekommen lässt. Sie hat Deutschland nach dem Krieg Wohlstand gebracht, weil sie Leistung belohnt, fairen Wettbewerb fördert und dort korrigierend eingreift, wo Märkte versagen oder Machtkonzentrationen entstehen.
Der Aufsatz offenbart die zentralen Prinzipien und die Grenzen des Modells. Er zeigt, warum Marktliberalität und Fairness im Wettbewerb zusammengehören, welche Rolle der Staat spielen muss und weshalb Bildungsversagen und Marktverzerrungen die Grundlagen dieses Erfolgs untergraben.


Europäische Kommission als Planungsbehörde
Die Europäische Kommission steuert nicht nur Verwaltung, sie plant, lenkt und formt Wirtschaft und Politik auf lange Sicht. Der Text zeigt, wie aus Klimazielen, Taxonomien und Sustainable‑Finance‑Regeln ein Planungsapparat entsteht, der von Kapitalfehlallokation bis zur Aushöhlung nationaler Gestaltungsfreiheit führen kann.
Habecks Marsch in die Planwirtschaft
Robert Habecks Umbau der sozialen Marktwirtschaft folgt einer Leitidee: Der Staat müsse nicht nur Rahmen setzen, sondern selbst zum „unternehmerischen Akteur“ werden. Inspiriert von Mariana Mazzucatos Konzept des „unternehmerischen Staates“ verschiebt sich die wirtschaftspolitische Logik – weg vom marktwirtschaftlichen Ordnungsrahmen, hin zu dirigistischen Eingriffen, die Preise, Kapitalflüsse und Investitionsentscheidungen politisch lenken sollen.
Unter dem Druck moralischer Dringlichkeit und gesellschaftlicher Bewegungen wie „Fridays for Future“ entstand ein politisches Klima, das tiefgreifende Eingriffe förderte. Habecks Begriff der „ökologisch-sozialen Marktwirtschaft“ verschleiert dabei, dass es sich faktisch um eine planwirtschaftliche Transformation handelt, die zentrale Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft unterläuft.
Subventionen, Verbote, Gebote, Preisvorgaben, Umverteilungsmechanismen und Zweckentfremdungen engen unternehmerische Freiheit ein, verzerren Märkte und fördern Fehlanreize.


Handeln ohne Haftung
Handeln ohne Haftung ist problematisch, findet aber in der Politik oft Anwendung. Doch es schafft Fehlanreize. Wie das behandelte Beispiel zeigt, kann das zu erheblichen Risiken führen.
Wie Kulturen die Wirtschaft prägen
Das relativitätsökonomische Modell zeigt, dass jedes wirtschaftliche Handeln auf dem Können, Dürfen und Wollen der Akteure beruht. Diese drei Elemente sind tief kulturell geprägt, denn Kultur bestimmt jene Werte und Normen, an denen sich eine Gesellschaft orientiert – und damit, was als Vorteil oder Nachteil eines Handelns gilt.
Von Chinas strategischer Staatsökonomie über Deutschlands regelbasierte Marktordnung bis zu Indiens sozial eingebetteten Netzwerken – überall formt Kultur die Art, wie gearbeitet, investiert, kooperiert und regiert wird. Wer verstehen will, warum Volkswirtschaften so unterschiedlich funktionieren und warum Innovation, Risiko und Stabilität weltweit so verschieden bewertet und gehandhabt werden, muss die kulturellen Strukturen kennen.


Im Maschinenraum der politischen Macht
Ein aufklärender Blick unter die Motorhaube der Politik offenbart, wie gute Absichten im Räderwerk taktischer Kalküle und persönlicher Eitelkeiten zu Fehlentscheidungen zermahlen werden. Er zeigt, wie Netzwerke aus Beziehungen und Loyalitäten zu unsichtbaren Fallen werden, wie das Geschehen in realitätsfernen Blasen der wechselseitigen Bestätigung abläuft und wie strategische Mechanik aus informellen Regeln kurzsichtige Entscheidungen hervorbringt. Wer also wissen will, wie Politik wirklich abläuft, sollte „Im Maschinenraum der politischen Macht“ lesen. Das Buch klärt nicht nur auf, sondern bietet auch konkrete Lösungen.
"Im Maschinenraum der politischen Macht" mit Teil B
(Lösungsansätze) als Buch für 36,80 € erwerben. Umfang ca. 280 Seiten
Anfragen unter: mail.GIER@web.de
Taktische Manöver – ein Lehrstück darüber, wie man es nicht machen sollte
Deutschland taumelte von 2024 bis 2026 in eine politische und finanzverfassungsrechtliche Ausnahmesituation, in der taktisches Kalkül strategische Vernunft ersetzte. Eine selbst errichtete Brandmauer fesselte die Union an ihre eigene Logik, während milliardenschwere Sondervermögen die Schuldenbremse faktisch außer Kraft setzten und den Staat in ein Geflecht aus Nebenhaushalten und Notbegründungen manövrierten. Dieses Zusammenspiel aus Selbstbindung, Zeitdruck und verfassungsrechtlichen Kunstgriffen zeigt exemplarisch, wie Politik taktische Manöver durchführt.

Wohlstandsverluste als Folgen einer opportunistischen Politik
Der Text zeigt, wie das Bemühen der Politik um kurzfristige Zustimmung langfristig Wohlstand kostet. Das süße Gift der Schulden wirkt zwar schnell, macht aber süchtig und unfrei. Auf der Jagd nach Wählerstimmen kommt die Politik dem Ruf nach dem Staat nur allzu bereitwillig nach. Dies führt jedoch zur Entmündigung.
Was als rasche Problemlösung beginnt, wächst zu einem Interventionsapparat heran, der immer mehr Schulden, immer mehr Eingriffe und immer weniger Freiheit erzeugt. Am Ende steht ein Staat, der ständig mehr verspricht, aber immer weniger leisten kann und damit seine eigene Zukunftsfähigkeit untergräbt.
Die Erfolgsgeschichte der DM und ihr Ende
Die Geschichte der Deutschen Mark markiert den politzischen, finanziellen und wirtschaftlichen Neubeginn eines zerstörten Landes. Aus einer Zwangsbewirtschaftung mit Schwarzmarkt, allgegenwärtigen Mangel und Zigaretten als Währung entstand binnen weniger Jahre eine stabile, leistungsstarke und selbstwusste Nation, die ein Wirtschaftswunder schaffte, das ohne die DM nicht möglich gewesen wäre. Ihre Stabilität schuf Vertrauen, bot Sicherheit und gab Orientierung. Die DM war nicht einfach Geld, sondern ein Symbol für Stärke und Verlässlichkeit. Sie war der Motor des Wiederaufbaus, der Kompass der sozialen Marktwirtschaft und das Fundament eines beispiellosen Wohlstandsaufstiegs.
Warum diese „Ankerwährung“ Europas dennoch verschwand, welche politischen und institutionellen Kräfte den Euro vorantrieben und welches Kalkül vermutlich tatsächlich dahinterstand, legt der Aufsatz offen.
Kurzfassung
Grundlegende Mängel gegenwärtiger Politik
Die Umfrageergebnisse zeichnen ein klares Bild: Die Bürger sind von der Regierung enttäuscht – gebrochene Wahlversprechen, eine schwächelnde Konjunktur, Deindustrialisierung, allgemeine Verunsicherung und vieles mehr sind der Grund. Doch welche grundlegenden Mängel der gegenwärtigen Politik haben dazu geführt? Der Text gibt Antworten.